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Mensch & Kosmos
Astrologie & Sinn
11. Sept. 2001
Gestalt-Therapie
spirit. Therapie
Buch-Präsentation

 

Seite 2
Astrologie und Lebenssinn


Dabei offenbart sie uns verschiedene Seiten dessen, was wir unter Sinn verstehen - 2 Seiten, die zusammen in ihrer Ergänzung erst zu einer Einheit werden:
  • so etwas wie einen generellen bzw. allgemeingültigen Sinn - hier der „absolute Aspekt des Lebenssinns“ genannt, und...
  • ... dann den individuellen Sinn - hier der „relative Aspekt des Lebenssinns“ genannt.
Zu 1.   Was den „absoluten Aspekt des Lebenssinns“ anbelangt, gehören hierzu folgende Einsichten:
  • Das wir als Individuum eingebettet sind in ein sinnvolles kosmisches Ordnungssystem
  • Das Alles mit Allem auf einer grundlegenden Ebene von All-Verbundenheit miteinander verknüpft ist und das es spezifische Resonanz bzw. Anziehung gibt, deren inhaltliche Gesetze hier direkt einsehbar sind.
  • Das es so etwas wie eine (vornehmlich unbewußte) Allwissenheit in jedem von uns gibt.
  • Das uns jegliche Lebenserfahrung - auch die leidvolle - zur Führung werden kann, wenn wir die Symbolsprache ihres Sinngehalts entziffern können.
  • Daß das Leben (aus der Konsequenz des Eben-Gesagten) Wachstum bedeutet und daß es - auf der Ebene des Menschseins - nach Bewußtwerdung drängt.
  • etc.

Zu 2. Was den individuellen bzw. „relativen Aspekt des Lebenssinns“ betrifft, macht Astrologie wie wohl kaum ein anderes Medium deutlich, daß es so etwas wie ein Weltanschauung „von der Stange“, die für jeden einzelnen Menschen akkurat paßt, tatsächlich nicht gibt - und das aus einem ganz einfachen Grund, nämlich dem, daß wir Menschen alle verschieden sind.

Um deutlich zu machen, was ich damit genau meine, möchte ich stellvertretend für die unendliche Fülle möglicher Beispiele hier nur ein Einziges in den Raum stellen und das (dem hiesigen Rahmen angemessen) in einer vereinfachten Form (Horoskope und das Leben sind komplexer).
Wenn wir uns an dieser Stelle das Lebenswerk sowohl von Siegmund Freud als auch das von C. G. Jung einmal verdeutlichen, so wird für astrologisch bewanderte Menschen sofort deutlich, daß Freuds zentrales Thema - die Sexualität - mit dessem Skorpion-Ascendenten korreliert und das Jungs zentrales Thema - die Individuation - an seinem Wassermann-Ascendenten ablesbar ist.
Ohne den Wert derartig gewonnener Erkenntnisse schmälern zu wollen, ziehe ich folgendes Fazit:

  • Menschen erfahren, erforschen, definieren und postulieren immer das, was sie sind und das, was ihrem persönlich-möglichen Zugang zum „Weltengeist“ entspricht (angezeigt durch ihr Horoskop). Und sei eine Erkenntnis auch noch so tief und umfassend, in ihrer definierten Ausformung in der Welt bekommt sie dennoch immer den subjektiven Stempel desjenigen, der zum Kanal dieses Wissens geworden ist.
  • Menschen filtern selektiv genau die weltanschaulichen Impulse, Ideologien, theoretischen Modelle etc. aus ihrer Umwelt heraus, die ihrem eigenen Wesen (angezeigt durch ihr Horoskop) mehr entsprechen und bringen diese in einen schöpferischen Wechselprozeß (gegenseitig-modifizierenden Austausch) mit ihren eigenen Lebenserfahrungen.

Das gilt nicht nur für psychologische Erkenntnisse (Modelle), sondern ebenso für künstlerisch-ästhetische, wirtschaftliche, religiös-spirituelle, soziale, naturwissenschaftliche und andere Modelle.

An dieser Stelle wird vielleicht deutlich, daß wir uns „fast“ umsonst gegenseitig die „Köpfe einschlagen“, wenn es um unsere Überzeugungen geht. Statt dessen sind wir in unserer Entwicklung viel eher dazu aufgefordert den „absoluten und den relativen Aspekt des Lebenssinns“ in uns selbst zur Deckungsgleichheit zu bringen.
Ein möglicher geistig/religiös/ideologischer Überbau (Sinnrahmen) muß immer vom Einzelnen noch mal individuell relativiert werden, damit er nicht zur Sinnschablone wird. Der eigene individuell geprägte Sinn, der daraus entsteht, ist dabei abhängig vom jeweiligen Angelegt-Sein des Einzelnen (gespiegelt durch sein Horoskop) von seiner Art der Wahrnehmung, die nur so sein kann und nicht anders; von seiner Art der Verarbeitung; von seine Art des Denkens, Fühlens, Handelns; von seiner Vitalität und seinem Trieblevel; von seiner Erkenntnisfähigkeit und Reifestufe (diese, und nur diese allein findet man nicht im Horoskop widergespiegelt - dabei ist sie in zentraler Weise so bedeutsam, weil sie den eigentlichen Kern der vorhin so benannten Schöpferischen Dimension des Menschen ausmacht); von seiner Art von Blickwinkel „auf die Welt“. So kommt es nicht allein darauf an, den Sinn, sondern auch darauf den eigenen Lebenssinn zu finden. Sinnsuche wird hier zu einem subjektiven geistig schöpferischen Akt.

Die unterstützende Rolle der Astrologie in diesem Prozeß liegt nicht allein darin, zu erkennen, daß es so ist, sondern auch noch darin, daß sie uns hilft, uns selbst - so wie wir (angelegt) sind - jenseits gesellschaftlich-üblicher Bewertungskritierien wahrzunehmen.
Wenn wir auf diese Weise unser eigenes Wesen erkennen und besser verstehen, wird für uns auch das greifbarer, was wir als Schicksal bezeichnen. Erfahrenes Schicksal ist immer das sinnvolle und gesetzmäßig erwirkte Resultat von mitgebrachten Charakteranlagen und deren bewußt-kultivierter Ausgestaltung - und nicht das von solch anonym-blinden Instanzen wie „Glück und Pech“. Hier erst, in diesem Erkennen, können wir bewußt Verantwortung für unser eigenes Leben übernehmen.

„Wie die Sonne durch ein Prisma in einzelne Spektralfarben zerlegt wird, so wird das ewig Absolute auf der Ebene des feinstofflichen Geistes in vielfältig-variable, modellhafte geistige Bilder (Weltanschauungen) zerlegt. Jeder Mensch trägt ein ‚geistiges Prisma' (Horoskop) mit unterschiedlichem Schliff in sich“.


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